Weiler Zigeuner waren wieder unterwegs zum Leonberger Pferdemarkt

Das ist doch mal eine Abwechslung. Man fährt im morgendlichen Tran in Richtung Leonberg und staunt nicht schlecht: Fahrendes Volk ist unterwegs. Schaut man genauer hin, erkennt man schnell, das sind die Weiler Zigeuner auf ihrer jährlichen Wanderung zum Leonberger Pferdemarkt.

Für einige Autofahrer dürfte die Zigeunergruppe mit ihrem Wagen ein ungewöhnlicher Anblick sein, aber genauso viele fuhren hupend vorbei und grüßten mit einem laut gebrüllten „AHA“. Und wie das fahrende – oder sagen wir laufende – Volk es seit vielen, vielen Jahren macht, stand ein Päuschen kurz vor dem Abzweig in Richtung Magstadt auf dem Programm. Und wie es sich gehört, brachte Bürgermeister Thilo Schreiber das zweite Frühstück.
Knackige Würste, frische Brötchen, ein kräftiges Bier oder ein Gläschen Sekt, das bringt den müden Wanderer wieder auf die Beine. Ein gutes Stück Weg lag schließlich noch vor der Gruppe. Gemeinsam mit seiner Sekretärin Isolde Reinert packte Schreiber die Erfrischungen aus dem Kofferraum aus und blieb noch auf ein Schwätzchen.

Warum der lange Marsch?
Die Zigeuner sind schon seit Langem beim Festumzug des Pferdemarktes in Leonberg ein fester Bestandteil, aber nicht immer machten sie sich zu Fuß auf den Weg in die rund 17 Kilometer entfernte Stadt. Vor vielen Jahren fuhren sie noch gemeinsam mit Schlehengeistern und Weiler Hexen nach Leonberg. Als die dann den Ausflug absagten, wurde aus einer Bierlaune heraus eine Idee geboren: Wenn die nicht mit wollen, dann laufen wir eben alleine hin.
Aus der Idee ist eine Tradition geworden. Mittlerweile wandern die Zigeuner seit über 30 Jahren fast jedes Jahr gen Leonberg. Mit dabei sind auch jedesmal Freunde aus anderen Gruppen der Narrenzunft.

Text/Fotos: Christine Strienz
strienz@presseschiel.de
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