Hexenball in Weil der Stadt – Die Narren ließen es ordentlich krachen

Für viele Narren war die Nacht auf den Sonntag sicher eine kurze: Beim Hexenball in der Stadthalle haben sie ausgelassen und lange gefeiert. Damit sind die großen Bälle der Narrenzunft AHA in dieser Saison vom Tisch. Und wahrscheinlich gerade deshalb haben es die Gäste nochmal richtig krachen lassen.

Die meterhohe, gemalte Hexenmaske im Bühnenhintergrund machte deutlich, wer an diesem Abend die Hauptrolle spielte. Richtig. Die Weiler Hexen. Aber zuvorkommend, wie sie nun mal sind, durften sich auch andere Gruppen am Programm beteiligen. Mit dem Einmarsch der Zunft fiel der Startschuss für einige Stunden voller bester Unterhaltung. Und was danach kam, forderte Lachsalve um Lachsalve, donnernden Applaus und Begeisterungsrufe.

Ich will tanzen, tanzen, tanzen...
Sie sind äußerst bewegungsfreudig und musikalisch, die Weiler Narren. Natürlich war das AHA-Ballett wieder mit dabei und präsentierte die schönsten Beine Weil der Stadts. Zumindest die weiblichen. Um zu beweisen, dass auch Männer prima die Hüften schwingen können, bekamen sie beim zweiten Auftritt Unterstützung vom Siebenerrat. Deren Mitglieder entledigten sich elegant ihrer Jacken und Hüte und brachten die Damenwelt zum Jubeln.
Die Steckentäler traten als waschechte Highlander – inklusive Dudelsack-Klängen und Kilts – auf, die Zigeuner rappten über ihre unverzichtbaren Requisiten, Wurst und Schnaps, die Schellenteufel zappten sich singend, tanzend und strippend durch das allabendliche Fernsehprogramm. Die Clowns blickten in die Zukunft und demonstrierten, welch seltsame Auswüchse Sparmaßnahmen im Altersheim haben könnten.

Die Weiler Hexen...
Die Gastgeber hatten zwei Auftritte vorbereitet. Als Erstes stürmten einige Junghexen die Bühne und gaben angelehnt an die Filmkomödie „Pitch Perfect“ ihre ganz eigene Version der Mädchengesangstruppe zum Besten: Witch perfect. Blöd war nur, dass sie keine Zugabe vorbereitet hatten, denn die wurde lautstark gefordert, kaum war die Musik verklungen. Sie hatten aber Glück. Drei ausgewachsene Hexen sprangen ihnen zur Seite und sangen für sie und mit ihnen.
Mit Girl- und Boygroups befassten sich auch die anderen Hexen, die die Bühne an diesem Abend eroberten. Nur wer war da nun wer? Frauen mit Schnauzbärten? Männer mit schillernden Kleidern? Das war etwas verwirrend aber durchaus gewollt, schließlich hieß der Programmpunkt „Rollentausch“.

Und noch was...
Nicht zu vergessen: Einen Zunftorden gab es für die beiden Moderatoren Ann-Cathrin Ochs und Timon Hiller. Nach dem Programm feierten die Gäste zur Musik der Josie Miller Band. Und pünktlich um Mitternacht heizte der Fanfarenzug in der Halle kräftig ein.

Text und Fotos: Christine Strienz
strienz@presseschiel.de
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