Schönaich: Einweihung des Erweiterungsbaus für rund 250 Schafe von Helmut Holzapfel

 

Ein neues Heim für über 250 Bewohner

Über den Hegnerweg geht es durch das neue Wohngebiet “Am Westrand”, bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein. Vorbei am Kleintierzuchtverein und weiter in Richtung Wald. Der Schnee unter den Schuhen knirscht und von Weitem hört man bereits die Bewohner. Drinnen im Stall sucht der Schäferhund ständig nach Essbarem während eine der vielen Hofkatzen durchaus zutraulich die Körperwärme der Anwesenden sucht. Zusammen mit dem Landratsamt Böblingen lud die Gemeinde Schönaich zur Einweihung des Erweiterungsbaus der Schäfer-Familie Holzapfel.

Die Landschaft um Schönaich ist schön aber schwer zu bewirtschaften. Hügelig und von Tälern durchzogen. “Sie ist von Einschnitten und Tälern durchzogen und im Laufe der Jahre bestand immer die Gefahr der sogenannten Verbuschung”, berichtet Herbert Schlecht, Leiter des Schönaicher Bauamtes. Mit der Familie von Helmut Holzapfel ist er seit vielen Jahren verbunden. Nachdem der Landkreis vor einigen Jahren ein entsprechendes Programm für diese Flächen ausgelobt hatte, war die Erhaltung dieser Gebiete ein ebenso wichtiges Thema in den Ratsstuben von Schönaich und Böblingen. Denn mit normalen Gerätschaften ist die Pflege dieser naturschutzfachlich wichtigen Flächen wirtschaftlich nicht möglich. Im Jahr 2001 setzten sich dann die Verantwortlichen aus dem Landratsamt mit den zuständigen Personen aus dem Schönaicher Rathaus zusammen. Der Kontakt zum Schäfer Helmut Holzapfel war dann nur noch ein Schafsprung entfernt.
Versuchsweise wollte er die acht Hektar mit seinen damaligen vierzig Schafen pflegen und so eine Verwilderung vermeiden. Immer mehr private Grundstücksbesitzer kamen hinzu und ließen die Schafe um die Bäume ziehen. “Wir haben das als Gemeinde immer unterstützt und gefördert”, erinnert sich Herbert Schlecht an die Anfänge.
Im Jahr 2007 wurde dann der Schafstall am jetzigen Standort gebaut, es war so ausreichend Platz für die vierbeinigen Rasenmäher, das Futter und die vielen Gerätschaften vorhanden.
Die Erfolgsgeschichte ging weiter, die zu pflegenden Flächen wurden mehr und der Platz entsprechend weniger.
“Für uns als Landkreis ist diese Entwicklung ein Glücksfall”, so Martin Wuttke. Der erste Landesbeamte betont dabei die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. “Zusammen mit dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) und der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg ist dieses tolle Projekt möglich geworden”. In diesem Konzept ist auch die Erhaltung der Streuobstwiesen enthalten, “um anschließend die Produkte als Landkreis-Saft zu vermarkten”.
Seit vierzig Jahren fördert die Stiftung Projekte in Baden-Württemberg und konnte in dieser Zeit insgesamt über 100 Millionen Euro an 3800 Projekte ausschütten. “Besonders freut mich hier in Schönaich, dass die nächste Generation schon bereit steht”, so Ministerialrat Manfred Fehrenbach an die Adresse von Thomas Holzapfel. Der gelernte Abwassertechniker ist seit 2014 im elterlichen Betrieb. Laut den Angaben von Helmut Holzapfel kommen die Schäfer auf einen kalkulatorischen Stundenlohn von 4,80 Euro. Umso mehr freut er sich über die Förderung aus den Kassen der Stiftung. “Anders wäre diese notwendige Erweiterung nicht möglich gewesen”. Künftig können die Arbeitsabläufe optimiert und dadurch auch die Produktivität gesteigert werden. Die blökenden Schafe mit ihren Lämmern wird es freuen. (mac)
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