Schönaich: Fünfte Hexen-Hallen-Fasnet in der Gemeindehalle sorgte für eine turbulente Nacht

  Schönaich: Gemeindehalle |

Bis in die Morgenstunden….

Sie können feiern, sie können tanzen und sie können schreien und lachen. Wenn die fünfte Jahreszeit in Schönaich Einzug hält, sind die Hasenbühl-Hexen nicht mehr zu halten. In ihrer schauerlich-schönen Verkleidung begeistern sie auf zahlreichen Umzügen in der Umgebung. Höhepunkt der Vereinsaktivitäten ist die eigene Hallenfasnet in der Schönaicher Gemeindehalle.

Vor dem Betreten des Tempels der karnevalistischen Glückseligkeit hatten die Besucher, die ganz in Schwarz gekleideten Sicherheitsleute zu passieren. An sämtlichen Eingängen war das Sicherheitspersonal postiert und sorgte konsequent und sehr freundlich für ein friedliches Feiern.
Die Hallenöffnung war auf 18.31 Uhr terminiert und exakt zu dieser Zeit öffneten sich die Türen der Gemeindehalle. Das Programm startete ebenso genau um 19.31 Uhr. Und von da an kannten das bunte Treiben auf der Bühne und in der Halle kein Halten mehr. In den jeweiligen Ecken hatten die Hexen-Macher die Verpflegungsstationen platziert, an denen die Feierwilligen essen und trinken konnten. Das mit gelben Kravatten ausgestattete Team hinter der großen Bar hatte an diesem Abend viel zu tun, die durstigen Kehlen zu bedienen. Pommes und Currywurst begeisterten die Liebhaber deftiger Kleinspeisen. Kein Wunder, dass es erst um zwei Uhr von der Bühne schallte: “Letztes Lied, letztes Getränk”. Bis sich dann alle Feen, Hexen, Panzerknacker und Kätzchen aus der Halle getrollt hatten, verging noch eine weitere Stunde. “Das klappt immer ganz hervorragend”, resümierte die erste Hexe Alexandra Siegl zufrieden am Tag danach. Ganz ohne schweren Kopf, “Ich habe Nachwuchs bekommen und helfe daher nur beim Auf- und Abbau”.
Im Vorfeld hatten die Schönaicher Hexen mächtig die Werbetrommel gerührt. Insgesamt fanden sich neben 800 Besuchern auch 22 Gruppen in Schönaich ein, darunter die Ehninger Edafetzer, die Hausemer Schnaidrebbler und die Hochdorfer Fleggafetzer.
Bei so mächtiger und geballter Hexenkraft musste auch das Deutsche Rote Kreuz vorbereitet sein. “Wir sind mit fünf Einsatzkräften vor Ort”, so Simon Bessey. Neben kleineren Schnittwunden und Erschöpfungszuständen zeigte auch der Alkohol seine Wirkung. “Wie in jedem Jahr eben”, so der Vorsitzende des Schönaicher Ortsverbands lächelnd.
Für die Hasenbühlhexen stehen in den kommenden Wochen ereignisreiche Tage an. Nächstes Wochenende geht es zu den Faschingsumzügen nach Wildberg, Lorch und Ehningen danach stehen Veranstaltungen in Aidlingen, Horb und Dettingen im Hexenkalender, bevor es in der wichtigsten Woche nach Gärtringen, Deckenpfronn, Neuhausen, Böblingen und Stuttgart geht. Das große Finale läuten die Hasenbühl-Hexen am Fasnetsdienstag ein, wenn bei einem gemeinsamen Abendessen die Masken in einer Zeremonie abgelegt werden.
Mit der Hallenfasnet in diesem Jahr ist die oberste Hexe sehr zufrieden, “Man hat die gute Laune in der Halle gespürt”, doch ein Freibrief für das nächste Jahr bedeutet diese Einschätzung nicht. “Ob es im nächsten Jahr wieder eine Hallenfasnet gibt, steht noch in den Sternen. Hierzu berät sich die komplette Gruppe nach der Saison. Bei uns ist es so, dass bei so einer großen Veranstaltung wirklich jeder dafür sein muss. Nur dann kann man eine so tolle Veranstaltung meistern.” (mac)
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