Großes Interesse an G8, G9 und Realschule

  Einen guten Einblick in das facettenreiche Leben an den acht- und neunjährigen Zweigen des Zinzendorfgymnasiums und an der Realschule konnten sich Grundschüler und ihre Eltern bei der Viertklässlerparty verschaffen. Weit mehr als 200 Erwachsene ließen sich von Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern die Besonderheiten des Schulwerks erklären, das besonderen Wert darauf legt, jedes Kind als Individuum wahrzunehmen. Die Grundschüler wurden währenddessen in mehreren Gruppen von der SMV betreut und bekamen unter anderem in Werkraum, Chemiesaal, Kunstatelier und Turnhalle einen ersten Eindruck von der mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern größten evangelischen Privatschule mit Internat in Baden-Württemberg.
Während Schulleiter Johannes Treude zunächst das gesamte Schulwerk mit seinen Besonderheiten - wie der Anrede der Lehrer als Bruder und Schwester, den stillen Fünf Minuten und dem Morgensegen - vorstellte,
erklärte parallel dazu in einem anderen Raum der stellvertretende Schulleiter Helmut Hertnagel die Realschule. Hier knüpfen junge Menschen besonders früh Kontakte zur Berufswelt und erlernen mit erlebnispädagogischen Elementen spielerisch Teamfähigkeit.
Damit es nicht bei der Theorie blieb, konnten sich die Eltern bei beiden Teilen der Informationsveranstaltung anhand kleinerer musikalischer und dramaturgischer Einlagen selbst davon überzeugen, zu welchen Leistungen die Kinder an den Zinzendorfschulen befähigt werden.
„Bereits in der fünften Klasse werden die Schülerinnen und Schüler in Rhetorik geschult“, sagte die stellvertretende Schulleiterin und Abteilungsleiterin des Gymnasiums, Heike Lutz-Marek. Mit Schauspieltechniken wie Atem- und Haltungstraining, aber auch Elementen aus dem Deutsch- und Musikunterricht lernen die Fünftklässler so ganz nebenbei, unbefangen vor größerem Publikum zu sprechen, was ihnen im Laufe ihrer Schulzeit bei Präsentationen und Referaten und später auch beim Studium und im Berufsleben zugutekommt.
Weitere Besonderheiten sind der differenzierte Unterricht (DU), der in Mathematik und Englisch jeweils eine Stunde im Wochenplan einnimmt und das Selbstorganisierte Lernen, bei dem sich die Kinder innerhalb des normalen Unterrichts selbstständig zwei Wochen lang einem bestimmten Thema widmen. Selbstverständlich bekommen sie wenn nötig Hilfestellung und die Ergebnisse werden später auch in geeigneter Form überprüft. „Das kann als Präsentation sein oder auch Teil einer Klassenarbeit“, so Heike Lutz-Marek. Die verschiedenen Schulprofile Sprachen, Naturwissenschaft und Technik sowie Bildende Kunst und Design kamen ebenso zur Sprache wie der bilinguale Unterricht.
Großer Wert wird auf die Gemeinschaft an den Zinzendorfschulen gelegt, was sich in einer Vielzahl von Schulveranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften zeigt, in denen nicht nach Schulzweigen unterschieden wird. Zur Schulgemeinschaft gehören am Königsfelder Schulwerk selbstverständlich auch die Eltern, weshalb der Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der Gymnasien, Roland Brauner, die Elternarbeit vorstellte. Dazu gehört unter anderem die zweijährliche Ausrichtung eines großen Schulfestes. „Mit dem dabei eingenommenen Geld finanzieren wir Dinge wie etwa die Slackline auf dem Pausenhof oder T-Shirts für das SMV-Team.“
Nach den umfangreichen Informationen waren viele Eltern noch neugierig und ließen sich durch das Schulwerk führen, bevor sie ihre Kinder wieder in Empfang nahmen.
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