Neues Sicherheitskonzept für den Durlacher Fastnachtsumzug

Sog. SOS Inseln werden eingerichtet, die als Anlaufstation für etwaige Vorfälle und medizinische Notfälle gelten-
 
Die Route der SEV-Busse während des Fanachtsumzuges in Durlach
Karlsruhe: Durlach | Jedes Jahr überlegt ein Verwaltungsstab aufs Neue, was für die Sicherheit der Fastnachtsumzüge in Karlsruhe zu tun sei. Dabei spielen Erfahrungswerte und Erkenntnisse des letzten Jahres eine wesentliche Rolle. Aufgrund einer Gefährdungsanalyse wurde dann für jeden Umzug ein eigenes Sicherheitskonzept erstellt, das mit den jeweiligen Veranstaltern abgesprochen wurde. So wird an die Besucher der Umzüge ein kleiner Flyer mit Tipps für die Sicherheit verteilt. Unter anderem wird darin hingewiesen wie jeder Einzelne im Notfall Zivilcourage zeigen kann. Vor allem soll keine Panik bei Zwischenfällen aufkommen sondern sofort die Polizeirufnummer 110 anrufen.

Beim Umzug in Durlach werden sogenannte SOS Inseln eingerichtet, die als Anlaufstation für alle etwaige Vorfälle und medizinische Notfälle gelten. Diese Inseln sind sichtbar durch große Beachflags erkennbar. Dort sind die für die Sicherheit zuständigen Gruppen vertreten. Daneben wird die Polizeipräsens aufgestockt, spezielle Einsatzkräfte gegen Störgruppen aufgeboten, Diensthunde eingesetzt und die Jugendschutzteams sind wieder dabei. Durch Aufklärungskräfte will die Polizei frühzeitig agieren und wenn erforderlich mit Platzverweisen reagieren. Wenn notwendig werden Uneinsichtige auch in Gewahrsam genommen.

Polizeidirektor Dieter Hoffert begründete den enormen Polizeieinsatz mit der in Baden Württemberg hohe abstrakte Gefährdungslage, verwies aber auch darauf, dass es zurzeit keine gefährdungsrelevanten Erkenntnisse gibt. Dennoch werden auch in Durlach an bestimmten Stellen Barrieren aufgestellt. „Wir nehmen die hohe abstrakte Gefährdungslage sehr ernst und setzen daher auf starke Präsenz der Polizei“, sagte Dieter Hoffert. Dr. Björn Weise, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Karlsruhe, meinte: „Neben der starken Präsenz der Polizeikräfte wird auch der Kommunale Ordnungsdienst stark vertreten sein. Wir wollen, dass der Durlacher Umzug in diesem Jahr ohne große Vorkommnisse abläuft. Wir wissen durch den Narrensprung in Grötzingen, dass das Sicherheitskonzept greifen wird. Eine sichere und friedliche Veranstaltung ist unser Ziel und alle Beteiligten sind ein Teil des Teams.“

Der Durlacher Fastnachtsumzug schlängelt sich durch die Auer Straße - Hildebrandstraße - Raiherwiesenstraße - Schinnrainstraße - Auer Straße - Christofstraße - Gritznerstraße - Pfinztalstraße – Karlsburgstraße, die Auflösung des Umzugs findet bei der Weiherhofhalle statt.

Strikte Halteverbote und weitere verkehrsrechtliche Hinweise


Für die Durchführung des Fastnachtsumzugs werden entlang der Umzugsstrecke, den Zufahrtsstraßen Halteverbote eingerichtet, deren strikte Einhaltung an diesem Tag von Überwachungskräften kontrolliert und durchgesetzt wird. Zufahrtsstraßen zu den SOS werden durch Halteverbotszeichen gekennzeichnet.

Hinweis über Veränderungen im Busverkehr


Tramlinien 1 und 2 machen Platz für Fasnachtsumzug in Durlach


Im Stadtteil Durlach schlängelt sich am Sonntag, 26. Februar, ab 14.11 Uhr der närrische Lindwurm durch die Straßen der einstigen Markgrafenresidenz. Deshalb wird der Tramverkehr der Linie 1 von 13.20 Uhr und ca. 17.30 Uhr zwischen der Auer Straße und Durlach Turmberg eingestellt. Die Haltestellen Turmberg, Karl-Weysser-Straße, Schlossplatz und Friedrichschule werden ersatzlos aufgehoben. Auch für die Tramlinie 2 und die Buslinien 21, 23, 24 und 26 ergeben sich betriebliche Änderungen.

Die Tramlinie 2 kann zwischen 13.50 Uhr und ca. 16.05 Uhr nicht den Abschnitt zwischen der Auer Straße und Wolfartsweier Nord befahren. Beide Linien enden dann jeweils an der Haltstelle Auer Straße. Dort wenden die Bahnen in einem Rangiergleis und fahren zurück in Richtung Karlsruher Innenstadt.

Für die Fahrgäste wird zwischen Durlach Bahnhof und Turmberg während des Fasnachtsumzuges mit Bussen ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet, der im 10-Minuten-Takt auf der Route der Buslinie 31 die Haltestellen Durlach Bahnhof, an der Fayence, Ochsentorstraße und Durlach Turmberg bedient (siehe Grafik).


Als Ersatz für die Tramlinie 2 können Fahrgäste die Buslinie 24 nutzen. Sie fährt zwischen 12.30 Uhr und 17 Uhr auf einem 20-Minuten-Takt zwischen Durlach Turmberg über Zündhütle und Bergwald nach Hohenwettersbach. Weil die Rommelstraße am Fasnachtssonntag zwi-schen 12 Uhr und 15.05 Uhr zur Aufstellung der Festwagen für den Individualverkehr gesperrt ist, müssen auch die Busse der Linie 24 eine Umleitung fahren und können nicht alle regulären Haltestellen bedienen. Vom Turmberg kommend fahren die Busse dann ab der Haltestelle Rommelstraße auf der Badener Straße (B3) zur Haltestelle Zündhütle und von dort weiter auf dem regulären Fahrweg.

Zwischen 13 Uhr und 17.20 Uhr können die Buslinie 21, 23, 24 und 26 nicht die Haltestelle Schlossplatz bedienen. Die Busse fahren deshalb über die Badener Straße und Haltestelle Karl-Weysser-Straße zu ihren regulären Haltestellen am Turmberg.


Aktuelle Informationen zu Fahrten und Verbindungen gibt es bei der elektronischen Fahrplanauskunft auf der KVV-Homepage unter www.kvv.de.
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