Großes Narrenfest in der Markgrafenstadt

  Karlsruhe: Durlach |

Petrus war den Durlachern hold



Wieder einmal fand der Durlacher Fastnachtsumzug bei herrlichem Wetter mit zweistelligen Temperaturen statt und die über 90 000 Besucher konnten das Spektakel ohne Winterkleidung verfolgen. Unter dem Motto „ Der Turmberg bebt, der Karle lacht, in Dorlach isch heut Fasenacht“ schlängelte sich der Lindwurm um 14.11 Uhr nach Salutschüssen der Schützen aus Durlach durch die Straßen von Aue und Durlach. Die über 60 Gruppen wurden von den Besuchern mit großer Begeisterung empfangen. Angekommen im Herzen der Stadt ist das Rathaus wie jedes Jahr die Hauptschlagader des Umzugs, denn von dort werden die Besucher mit Stimmungsmusik unterhalten. Mit Tanz und Gesang brachte die Menge die Stimmung zum Kochen und öfter einmal war der Durchgang für die Fußgruppen oder Themenwagen blockiert. Die Moderatoren Marion Nedwed und Roland Laue heizten die Menge immer wieder an und am Rathaus entstand eine riesige Tanzfläche.

Das Organisationskommitee führte den Umzug an - es folgte der Europa-Fanfarenzug. Zahlreiche Fußgruppen beherrschten das Umzugsgeschehen. Mit dabei die Krautscheißer Gugge aus Gölshausen, die Feuerhexen aus Stutensee, die Moorschlammbe, die Hottscheck Narrenzunft und die Werwölfe mit ihren schaurigen Masken, die immer wieder Umzugsbesucher gerne erschreckten und manch eine weibliche Närrin einige Meter mitschleiften. Auch mussten sich einige Narren mit Konfetti einseifen lassen.

Bei den Motivwagen kam die Weltpolitik zum Tragen. So wurde US Präsident Donald Trump bei der KG Blau Weiss als Zünsler dargestellt und Europa als Feuerlöscher, bei der Dorlacher Clownkapelle wurde der Brexit angesprochen mit dem Slogan „Die Schotten finden Dorlach toll, sie haben von England die Nase voll“. Das Parkproblem in Durlach nahm die KaGe 04 mit dem Motto „Über den Dächern von Durlach ist das Parken noch frei“ zum Thema. Die Narren kamen bei diesem Umzug voll auf ihre Kosten, Umzug toll, Stimmung grandios. So sagte eine Besucherin aus der Region: „In Durlach ist viel mehr Stimmung als sonst wo und der Umzug ist nicht so lang.“

Rathaus-Fastnacht


Nach Ende des Durlacher Umzugs ging es im Rathaus weiter. Neben den Original Schlumple und Auguste Dorlach, ein Urgestein der Durlacher Fastnacht und immer Garant für gute Laune, traten die „Knöpfle“, die Kleinsten der GroKaGe auf und erfreuten die große Anzahl der Rathausbesucher. Der Auftritt der „Ladykiller“ aus Zürich war gewiss ein Höhepunkt der Rathaus-Fastnacht. Die „Herzensbrecher“ stellen Das Rückgrat der Züricher Fastnacht dar und boten ein Feuerwerk der Guggemusik. Ein Novum brachte die Besucher aus dem Häuschen, denn der „Spiegelnarr“, alias Bürgermeister Michael Obert nahm das politische Geschehen in der Welt unter die Lupe. Neben dem Männerballett der KaGe04, die „Ochsentorband“, der Karlsburggarde der KAGe 04 zeigte auch das Tanzpaar Anjali Giese und Louis Langenbein hervorragenden Tanzsport. Den Abschluss der Rathausfastnacht bildetet die Original Dorlacher Clownkapelle.

Sicherheitskonzept hat sich bewährt


Wie bereits in Grötzingen hat sich das Sicherheitskonzept auch in Durlach bewährt. Die Polizei bilanzierte den Umzug als friedlich und deutlich besser als im Vorjahr. Die Rettungskräfte mussten über 20 Patienten betreuen, davon schwer alkoholisierte Mädchen. Mit 2,5 Promille wurde der Spitzenwert bei den Minderjährigen gemessen und 3, 4 Promille bei den Erwachsenen. Der Jugendschutz musste ca. 30 Mal eingreifen.

Abschied von der Fastnacht


Am Dienstagabend, 28. Februar, trafen sich Durlacher Narren zum letzten Mal in der Kampagne. Man nahm Abschied von der schönen Fastnachtszeit. Um 19.31 Uhr traf der Trauerzug am Rathausplatz ein, auf einer Bahre die Fastnacht. Torsten Holzwarth, OKDF-Präsident und sein Vize Dominik Pirogow ließen nochmals die Kampagne Revue passieren und zählten alle großen Erfolge auf. „Nach 9 x 11 Tage Fastnacht geht nun alles vorbei. Heute tragen wir die Fastnacht zu Grabe“, so Torsten Holzwarth. Im Beisein aller Karnevalsgesellschaften wurde die Fastnacht verbrannt. Zuvor gab er den Rathausschlüssel an Ortsvorsteherin Alexandra Ries, die sich für eine tolle Kampagne bedankte.
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