Brunnenmuseum im Wasserwerk Durlacher Wald erhält Schenkung

Die Malerin Christa Kress übergibt das Ölgemälde im Wasser- und Brunnenmuseum im Wasserwerk Durlacher Wald an Prof. Dr. Matthias Maier, den Leiter der Wasserwerke der Karlsruher Trinkwasserversorgung.
Karlsruhe: Durlach |

Karlsruher Künstlerin Christa Kress übergibt Stadtwerke Karlsruhe Bilderschenkung



Ausstellungen rund ums Wasser haben im Wasser- und Brunnenmuseum im Wasserwerk Durlacher Wald der Stadtwerke Karlsruhe Tradition. Gemeinsam mit der Europäischen Brunnengesellschaft brachten in der Vergangenheit bereits namhafte Karlsruher Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen und Gedanken bereits zu den Themen „Karlsruher Brunnen“, „Wasser im Alltag“ und „Wasser und Brot“ in Bildern und Skulpturen zum Ausdruck. Die im Sommer 2015 eröffnete Ausstellung „Wasser...Lebenselement“ mit Werken der namhaften Karlsruher Künstler Christa Kress und Dietmar Zankel setzte diese Tradition fort.

Der Initiator dieser Ausstellung, Prof. Dr. Dietrich Maier, Gründer der Europäischen Brunnengesellschaft, verstarb überraschend während der Laufzeit dieser Ausstellung im Oktober 2015. In Gedenken an Prof. Dr. Dietrich Maier wurde im Herbst 2016 eine neue Ausstellung „Wasser… Lebenselement 2“ mit weiteren Arbeiten von Kress/Zankel eröffnet, deren Laufzeit am 15. Februar endete.

Die Malerin Christa Kress hat zu dieser Ausstellung in Erinnerung und Würdigung an das Schaffen und die Kunstförderung von Prof. Dr. Dietrich Maier unter anderem ein Ölbild mit dem Titel „Fließend - im Fluss“ gemalt, welches sie bei der Finnisage an das Wasser- und Brunnenmuseum im Rahmen einer Schenkung an Prof. Dr. Matthias Maier, den Leiter des Geschäftsbereichs Trinkwasser der Stadtwerke Karlsruhe, übergab. In kräftigen, expressiven Farben – insbesondere in den von Christa Kress so geliebten und oft verwendeten Blau-Weiß- und Gelbtönen – strömt das Gewässer, der Farbstrom oder die Lebensader lebendig und bildfüllend dahin und findet an einer Schnittstelle eine abrupte Unterbrechung und eine tiefgreifende Veränderung. An einer intensiv blauen Rinne, am Wehr, ändert sich die Struktur des Flusses, des Farbstroms, die Lebensader: Die richtungsgebende lineare Strömung wird gebrochen, aufgelöst und in ein wolkiges, nebelhaft neues Gebilde transformiert.

Prof. Dr. Dr. Dietrich Maier, Ehrenpräsident der Europäischen Brunnengesellschaft, hatte bei der Vernissage 2015 die Bilder beider Künstler aus Sicht als Wasserexperte wie folgt beschrieben: „In den Werken erkennt man die Metamorphose des Wassers vom windgepeitschten, gewaltigen Urelement auf seiner ewigen Reise in den Himmel und zurück zur Erde – ewig wechselnd, wie Goethe diesen großartigen, lebenserhaltenden Wasserkreislauf bezeichnet hat“.

Bei der Finnisage der Ausstellung am 15. Februar wies Prof. Dr. Matthias Maier darauf hin, dass „die Bereitschaft der Künstler, ihre Werke dem Wasser- und Brunnenmuseum zur Verfügung zu stellen, ein wichtiger Beitrag dazu ist, die Menschen auf das unverzichtbare Lebenselement Wasser hinzuweisen, für das die Stadtwerke als Trinkwasserversorger garantieren. Mit dem Medium der künstlerischen Gestaltung hat Christa Kress die Voraussetzung geschaffen, dass diese Botschaft gemeinsam mit der Europäischen Brunnengesellschaft immer neu Menschen zugänglich gemacht werden kann.“

Zur Künstlerin:


Christa Kress ist ein Beispiel für seltene Doppelbegabung. Ihre ursprüngliche Leidenschaft galt der Musik. Eigentlich waren die Weichen schon gestellt für eine Karriere als Opernsängerin, doch krankheitsbedingt blieb ihr die Fortsetzung der Bühnenpräsenz verwehrt. Christa Kress war aber auch begeistert von der Bildenden Kunst: im Atelier ihrer Tante und Malerin Clara Kress war sie immer mit Kunst und Künstlern in Kontakt. Sie absolvierte ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie ein Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe mit dem Staatsexamen als Abschluss.

Malerisch entwickelte sie ihren eigenständigen Stil, der ohne ihre Beziehung zur Musik nicht denkbar ist. Ihre Bilder sind musikalisch. Sie entwirft einen Bildraum, der nach allen Seiten fortgedacht werden kann. Die Energie, die in diesen Bildern steckt, überträgt sich förmlich auf den Betrachter. Der Bildraum lässt dem Betrachter Freiheit, legt ihn nicht fest, engt ihn nicht ein. In den Bildern von Christa Kress dominiert die Farbe – vorwiegend die Farbe Blau. Großflächige Farbpartien werden feingegliederter, detailreicher Malerei gegenübergestellt. Christiane Riedel, die Geschäftsführerin des ZKM beschreibt in einer Betrachtung die Malerei von Christa Kress als „lichttragend, phosphatisch und farbleuchtend. Wie Koloraturen perlen die Linien über die Fläche, nicht im schweren Bass, sondern im leichtesten Sopran. Wer höchste Gesangskunst grafisch visualisieren möchte, denke an die Malerei von Christa Kress.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.