Den Einkauf vor Ort stärken

Die Eislinger Innenstadt mit ihren Geschäften steht im Fokus der Bemühungen des Stadtmarketings.

Es gibt viel zu tun. Die neue Stadtmarketingbeauftragte der Stadtverwaltung Eislingens, Thea Heinzler, legte während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im großen Sitzungssaal des Rathauses vergangene Woche ihren Bericht zur Jahresplanung vor. Dabei betonte sie, die Arbeit ihres Vorgängers kontinuierlich fortsetzen zu wollen und neue Aktionen ins Leben zu rufen. Ferner sollen die Aktionen und Projekte der Zukunft einheitlicher gestaltet und beworben werden, um den Wiedererkennungswert zu steigern

.

Ein passendes Symbol gibt es schon. Der Fischsaurier ist das Erkennungstierchen der Stadtmarketingaktionen. So richtig bekannt ist das Werbetier aber noch nicht in der Stadt. Geht es nach dem Willen der Stadtmarketingbeauftragten Hinzler könnte sich das bald ändern. So könnten Werbeartikel wie Flaschenöffner im Saurierdesign demnächst in Eislingen und dem Umland kursieren. Gewerbetreibende, Vereine und weitere Organisationen sollen eingeladen werden, das Maskottchen zu verwenden. Für das Hallenbad könnten ferner Schwimmhilfen in Form der Fischsaurier angeschafft werden.

Fischsaurier und Leerstände


Darüber hinaus treibt die Stadtmarketingbeauftrage das Leerstandsmanagement um. Das Leerstandskataster für Ladenlokale und gewerbliche Immobilien wurde aktualisiert und während der Sitzung des Gemeinderates in gedruckter Form an die Fraktionen verteilt. Interessenten sollen sich auch über die Homepage der Stadt kundig machen können. Im Sommer seien ferner Informationsveranstaltungen mit zwei Themenschwerpunkten geplant. Einerseits soll den Immobilienbesitzern dabei aufgezeigt werden, was sie der Leerstand kostet. Andererseits soll erklärt werden, wie Ladenlokale umgenutzt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt des kommunalen Stadtmarketings im laufenden Jahr wird die Aktion „100 Bänke für Eislingen“ sein. Dafür sollen Vorschläge aus der Einwohnerschaft für Bankstandorte eingeholt werden. Ferner sollen für die Bänke örtliche Unternehmen als Sponsoren gefunden werden. Die Aktion soll Ende März beginnen.
Die Aktion „Eislingen blüht auf“ fand im vergangenen Sommer unter der Regie von Heinzlers Vorgänger erstmals statt und war aus Sicht des Stadtmarketings ein voller Erfolg. Bei dieser Aktion haben örtliche Gärtnereien an Orten in der Innenstadt Blumenkübel aufgestellt und bepflanzt. Allerdings soll die Stadtgärtnerei in diesem Jahr stärker in die Planungen einbezogen werden. Außerdem soll die Aktion dahingehend ausgeweitet werden, dass auf dem Lutherplatz eine öffentliche Fläche für Gärtnerarbeiten in mobilen Containern der Einwohnerschaft zur Verfügung gestellt werden soll.
Eine Themenwoche soll in diesem Jahr erneut stattfinden. Im vergangenen Herbst wurde bei der Themenwoche der Fokus auf den Bereich Gesundheit gelegt. Das diesjährige Thema wurde während der Präsentation der Jahresplanung aber noch nicht verraten.
Eine weitere Aktion, die im vergangenen Jahr viele Menschen in die Eislinger Innenstadt führte, war der Filstalrock. Dabei traten Coverbands im Schlosspark bei freiem Eintritt auf. In diesem Jahr soll es statt vier sogar fünf Konzertabende geben. Geplant ist, die Reihe an allen Donnerstagen im August anzubieten. Konzept und Zielgruppe werden dieselben bleiben, der Veranstalter habe bereits zugesagt.
Mit ihrer Jahresplanung sorgte die Stadtmarketingbeauftrage für Begeisterung bei den Stadträten. Er hoffe, dass das Engagement Heinzlers auch ein entsprechendes Feedback erfahre, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählervereinigung Andreas Cerrotta. Sie stehe in regelmäßigem Kontakt mit dem Stadtmarketing-Verein, erklärte Heinzler. Der Runde Tisch Innenstadt soll zukünftig einmal im Quartal Gelegenheiten zum Austausch zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und Gewerbetreibenden bieten. Derzeit erarbeiteten die Teilnehmer des runden Tisches einen roten Faden für die Innenstadt, berichtete Heinzler.

Zusammenarbeit am runden Tisch


Der Grünen-Stadtrat Holger Haas regte an, im Rahmen der Aktion „100 Bänke für Eislingen“ die Öffentlichkeit nicht allein um Vorschläge für neue Standorte für Bänke zu bitten, sondern auch um Vorschläge für Formen der Bänke. Ihm schwebten „experimentelle Sitzmöglichkeiten“ vor, wie sie beispielsweise auf dem Museumsplatz in Wien zu finden seien. Darüber hinaus lobte Haas die umfangreiche Arbeit, die Heinzler in kurzer Zeit geleistet habe.
In der Vergangenheit sei vor allem viel geredet worden, resümierte der Oberbürgermeister Klaus Heininger nach dem Bericht Heinzlers. Nun solle die Öffentlichkeit auch etwas zu sehen bekommen, schloss er aus den Ankündigungen der Stadtmarketingbeauftragten.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.