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Hexenball 2008 in der Stadthalle
Quo vadis? -natürlich zum traditionellen Hexenball!
Ein dreifach kräftiges „AHA, AHA, AHA!“ rief Zunftmeister Michael Borger seinen Narren zu. Der legendäre Hexenball begann wieder die obligatorischen 11 Minuten später, brachte aber das Narrenvolk in der voll besetzten Stadthalle sofort in Hochstimmung und das diesjährige Motto „Quo vadis“ auf den Punkt. Alle Wege führen bekanntlich nach Rom, doch an der Fasnet goht's nach Weil der Stadt.
Zur Fasnetsmusik der Narrenkapelle „Augustiner-Brass-Band“ zogen die Narren in den Saal ein. Vorneweg der „Büttl“ Roland Mebes , dann der Herold mit seiner Standarte gefolgt von den Narren der Zunft. Siebnerrat mit AHA-Ballett schlossen sich an und viele, viele Narren. Unter den Gästen waren spinnige Römer, Asterix und Obelix sowie Legionäre aus unterschiedlichen Kohorten zu sehen.
Als die Weiler Hexen die Halle stürmten hieß es: Obacht, Attentione, Vorsicht, aufpasse auf d'Kapp, Perücke und Pappnase! Manche Hexe kroch gar unter den Rock von narrete Gäscht im Saal. Kräftig unterstützt in ihrem Treiben wurden die Hexen von Schlehengeistern, Steckentälern, Bären, Schelmen und Schellenteufeln. Das AHA-Ballett und der Siebnerrat mit ihrem Zunftmeister Michael Borger marschierten auf die Bühne der Stadthalle, Zigeuner, Clowns und die Narrenkapelle besetzten die Tanzfläche.
Die Augustiner-Brass-Band heizte die Stimmung an. Die Leut' in der Stadthalle sangen und schunkelten kräftig mit. Für Stimmung war gesorgt.
Viele neue Narre baten um Aufnahme in die verschiedenen Gruppen der Narrenzunft. Der Zunftmeister verlangte vorher eine Aufnahmeprüfung. Die „neuen“ Narren wurden in die bunte Schar der Schlehengeister, Steckentäler, Schelme und Schellenteufel aufgenommen nach dem sie eine Tanzvorstellung nach Vorgabe des AHA-Balletts darboten. Ganz schön schwierig, doch die Aufgabe wurde kreativ gelöst, zum besonderen Spaß des Publikums. Chaos in Reinkultur – aber närrisch allemal.
Die Schlehengeister präsentierten ihre Führungsmannschaft als „Aschderix ond Obelix“ in einem lustigen Sketsch. Diese Vorführung gipfelte im „Narrenmarsch der Schlehengeister“. Danach waren die „Schellenteufel“ an der Reihe. Sie zeigten einen modernen Fitness-Tanz der teuflische Fitness voraussetzte.
Zunftmeister Michael Borger überreichte den Wagenbauern und fleißigen Helferinnen und Helfern beim Organisieren des großen Fasnetsumzug am Sonntag als Anerkennung für ihre Mühen den diesjährigen Zunftorden. Diese Ehrungen wurden von der Narrenkapelle mit einer kräftigen Schunkelrunde honoriert.
Die Hexen zeigten einen „Tanz im Ring“ und stellten unter Beweis, dass Geschwindigkeit keine Hexerei ist. Die Mitglieder der Gruppe „Steckentäler“ präsentierten einen geschwätzigen Friseur, der einem Rom-Reisenden den richtigen „Pilger-Haarschnitt“ verpasste.
Diese Fasnets-Session ist dieses Jahr zwar kurz und kommt einem Fasnetsmarathon gleich – doch die Narren, die bisher in Weil der Stadt durch die fünfte Jahreszeit gespurtet sind, dürften mittlerweile eine stark beanspruchte Lachmuskulatur haben. Nach dem spritzigen und unterhaltsamen Programm stürmten die Narren die Bars und die Tanzfläche der Stadthalle. Es wurde getanzt und geschunkelt bisin die frühen Morgenstunden. Die Stimmung war bestens und ein Teufelchen rief: „Wir haben Spass, deshalb sind wir ja hier!“ Liebe Weiler Narren: „Nix isch wie es scheint, es war ja nie bös gemeint!“ AHA,AHA, AHA!!! (Text/Foto MS)